Jeder kennt sie, alle haben ihre Probleme mit ihnen: die Höllenkund*innen. Besonders Selbständige haben oft Angst davor, zur Kundin oder zum Kunden aus der Hölle zu werden. Wie du dennoch 2022 zur Kundin aus der Hölle wirst, kannst du in folgendem Artikel nachlesen.

 

How to: Client from hell

 

Man muss dazu sagen, dass die meisten Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, natürlich versuchen, keine mühsamen Kundinnen oder Kunden zu sein. Doch oft merkt man gar nicht, dass die eigenen Verhaltensweisen (die oft auch überhaupt nicht böse oder ungut gemeint sind) einen in genau das verwandeln: Einen „Client from hell“, jemand, der das Leben einer Dienstleisterin oder eines Dienstleisters zur sprichwörtlichen Hölle macht.

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Für einen lehrreichen Start in das Jahr 2022 gibt es hier eine Übersicht über die 9 wichtigsten Punkte, die du unbedingt erfüllen solltest, um ein wahrer „Client from hell“ zu werden*:

 

  • Lass dich nicht auf den Profi ein:

Viele Kund*innen zeigen eindeutige „Trust Issues“ in der Zusammenarbeit – selbst, wenn sie sicher sind, dass es sich bei ihrem Gegenüber um einen absoluten Profi handelt. Oft werden Vorgänge und Entscheidungen hinterfragt oder es wird einfach nur „dagegen gearbeitet“. Das ist auf jeden Fall ein erster guter Schritt in Richtung „Client from hell“, wenn du mich fragst.

 

  • Vertraue niemandem:

Passend zum ersten Punkt kommen wir hier gleich zu einem weiteren wichtigen Thema. Fehlendes Vertrauen macht eine Zusammenarbeit definitiv um einiges schwieriger.

 

  • Sei unvorbereitet:

Du möchtest die Zusammenarbeit zu einer „höllischen“ Erfahrung machen? Dann befasse dich vorab so wenig wie möglich mit dem Thema, damit du keine Ahnung hast, was genau du dir eigentlich von deiner Dienstleisterin oder deinem Dienstleister erwartest. So kannst du auch viel später erst draufkommen, dass dir das gar nicht gefällt, was du dir am Anfang von ihnen gewünscht hast. Ideal!

  • Bestehe auf deine Meinung:

Wenn du eine Idee oder bestimmte Vorstellung von etwas hast – ganz egal, ob es eigentlich zu dir und deinem Unternehmen passt oder nicht –  lass dich am besten auch nicht durch die Beratung von Expert*innen davon abbringen.

 

  • Habe enorm hohe Erwartungen:

Erwarte viel – und hinterfrage am besten auch gar nicht, ob diese Erwartungen realistisch sind und überhaupt erfüllt werden können.

 

  • Sei unfreundlich:

Der Klassiker unter den „Clients from hell“-Attributen. Denn wer arbeitet in einem unfreundlichen Umfeld nicht gleich besser?

 

  • Entscheide dich möglichst gar nicht:

Es hilft sehr, nicht zu wissen, was du eigentlich möchtest, was dir gefällt. Auch mehrmaliges Ändern deiner Meinung macht dich zu einer großartigen Kundin aus der Hölle.

 

  • Nimm das Projekt selbst in die Hand:

Dazu gibt es kaum etwas hinzuzufügen, das macht auf jeden Fall allen Beteiligten das Leben schwer. Und wozu sonst wendet man sich denn an einen Profi mit vordefinierten Abläufen, Standards und Projektmanagement?

 

* Ich hoffe, die Ironie ist hier klar zu erkennen. 😉

 

 

Kennst du die Clients from hell auch? Mach jetzt damit Schluss und lerne deine Wunschkundin kennen

Dieser Artikel soll nur darauf aufmerksam machen, dass man oft mit Verhaltensweisen, die einem selbst vielleicht gar nicht so bewusst sind, dem Dienstleister, mit dem man zusammenarbeitet, das Leben ganz schön schwer machen kann. Also bitte – wenn möglich – genau das Gegenteil machen. Das erleichtert die Zusammenarbeit, zeigt Wertschätzung und fördert das gegenseitige Vertrauen. Genau so kann dann auch das beste Ergebnis erzielt werden – und alle sind happy. 😊

 

Hier jetzt nochmal eine kurze Checkliste, die aufzeigt, wie du es besser machen kannst:

 

  1. Zeige Vertrauen – denn immerhin hast du dich an einen Profi gewandt, der viel Erfahrung mitbringt. Natürlich kann man immer Fragen stellen und Einwände haben, aber achte darauf, diese klar und respektvoll zu kommunizieren und nicht jede Kleinigkeit aus Prinzip zu hinterfragen.
  2. Bereite dich gut vor, befasse dich mit dir selbst und deinem Branding, damit du beim Briefing klar zeigen kannst, was du eigentlich möchtest, aber bleibe offen für Neues und Vorschläge deines Profis. Vielleicht passt ja etwas anderes wesentlich besser zu dir.
  3. Wenn dich etwas stört, versuche erst herauszufinden, was genau es eigentlich ist. Fühle hinein und verwende klare Ansagen für deine Zweifel, so können Änderungen viel leichter und zielführender umgesetzt werden.
  4. Hab realistische Erwartungen und denk daran, dass ein erster Entwurf einen oft nicht gleich vom Hocker wirft – denn es ist: Ein erster Entwurf. Von hier an kann noch ganz viel passieren. Außerdem kann es sein, dass (insbesondere bei einem Branding) du das Ergebnis auch erst einmal eine Zeit lang auf dich wirken lassen musst. Also am besten nicht gleich in Panik verfallen.
  5. Trust the process: Du hast dich nicht umsonst an einen absoluten Profi gewandt. Reiß die Arbeit nicht wieder an dich.
  6. Trage deinen Teil zu einer freundlichen und respektvollen Zusammenarbeit bei.

 

Mit dieser Hilfestellung brauchst du ab sofort nicht mehr zu hoffen, dass du keine Kundin aus der Hölle wirst, sondern weißt jetzt, wie du definitiv eine wirst. 😉

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