Farben sind für dein Branding wichtig – ich denke, das habe ich bereits in vielen meiner bisherigen Blog-Artikeln und Großteilen meiner Arbeit durchklingen lassen.. 😉

Man sollte allerdings unbedingt aufpassen, dass diese auch richtig gewählt werden. Denn so kannst du nicht nur professionell auftreten und deine persönliche Message an deine Kundinnen und Kunden aussenden, richtig eingesetzt bringen die Brandingfarben dein Business auch so richtig zum Strahlen.

 

No-Gos beim Branding mit Farben

 

In diesem Artikel mache ich dich auf die häufigsten Fehler im Farbbranding aufmerksam. Während der letzten Jahre, in denen ich mich unter anderem insbesondere auf die Wirkung von Farben in einem beruflichen Kontext spezialisiert habe, habe ich zahlreiche Beispiele dafür gesehen, was man diesbezüglich alles „falsch“ machen kann. Ich persönlich sehe diese Fehler täglich auf Social Media-Plattformen, Websites und bei anderen Arten von Unternehmensauftreten. Damit dir das nicht passiert und du die richtigen Farben für dein Unternehmen wählst, folgen hier jetzt die sechs schlimmsten Fehler im Farbbranding.

 

1)    Deine Brandingfarben passen nicht zusammen

 

Oft werden Farbtöne wild miteinander kombiniert – ganz egal, ob diese tatsächlich zusammenpassen, oder nicht. Am schlimmsten: Gegenfarben – also Farben, die im Farbkreis gegenüber liegen. Diese heben sich quasi gegenseitig auf und das Gesamtbild wirkt schnell unstimmig. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen können Gegenfarben tatsächlich kombiniert werden, das ist allerdings mit Vorsicht zu genießen.

 

 

2)    Du verwendest nur eine Farbe in deinem Branding

 

Diesen Fehler sehe ich am häufigsten, leider suchen sich sehr viele Businessladies nur eine einzige Farbe für ihr Branding aus. Das macht allerdings kaum Sinn, denn eine Farbe alleine macht noch kein Branding.

 

Wieso? Der erste Grund ist, dass sich die wenigsten Menschen exakte Farben so genau merken können, dass sich der Gesamteindruck mit nur einer Farbe auch tatsächlich einprägt.

Zweitens ist eine einzelne Farbe sehr leicht nachahmbar. Wenn du also nur eine Farbe verwendest, ist es wesentlich leichter dich zu kopieren und viel schwieriger, dich wiederzuerkennen.

Drittens – und das ist der wichtigste Punkt: Eine Farbe alleine ist kein Branding! So sieht ein Pinterest-Pin (zum Beispiel) aus, wenn du nur eine Farbe verwendest.

Das erste Bild hat nur eine einzige Farbe. Das Bild auf der rechten Seite hat bereits zwei Farben: Schwarz und Gelb. Siehst du, dass ein Layout mit nur einer Farbe nicht funktionieren kann?

 

Sobald wir ein Layout haben – und das beinhaltet Hintergründe, Akzente, Dekoelemente, Schrift, Bilder, etc. – verwenden wir auch mehr als eine Farbe.

Das würde dann so aussehen:

Du kannst gleich erkennen, welchen Unterschied diese Kombination macht. Durch das Verwenden von mehr als einer Farbe entsteht ein wirklich eingängiges Gesamtbild deines Brandings.

 

Mit einer definierten und passenden Farbpalette von fünf Farben kannst du sichergehen, dass sich der Auftritt deines Unternehmens maximal einprägt. Die Kombi ist hier entscheidend!

 

 

3)    Deine gewählten Brandingfarben sind schön, haben aber keine Aussage

 

Das ist meiner Meinung nach der aller-aller-allerschlimmste Fehler, den du im Farbbranding machen kannst. Denn Farben wirken auf unsere Emotionen und diese sind kaufentscheidend. Wenn du also Farben verwendest, die entweder nicht zu dir passen oder dich nicht professionell repräsentieren, weckst du bei deinen potenziellen Kundinnen und Kunden womöglich völlig falsche Emotionen. Das wiederum führt dazu, dass du die falschen Menschen anziehst und nicht für das gesehen wirst, was du tatsächlich draufhast!

 

Deine Farben und dein gesamtes Branding sollten zeigen wer DU bist. Ich sage dazu immer: Mach dein Inneres nach außen hin authentisch sichtbar.

 

 

4)    Du würfelst deine Farben wild durcheinander

 

Im Branding arbeiten wir mit Konditionierung. Das bedeutet, wir gewöhnen die Betrachtenden (also potenzielle Kundinnen und Kunden) daran, dass unsere Farben und unsere ganze Optik zu den Dienstleistungen oder Produkten gehören, die wir anbieten.

Wenn wir also die Farben innerhalb unseres Farbschemas wild herumwürfeln, haben wir den Satz mit X: Das wird wohl nix.

 

Das beste Farbschema bringt dir nichts, wenn du deine Farben mal hier, mal da einsetzt und am nächsten Tag wieder genau andersherum. Damit minimierst du deinen Wiedererkennungswert. Stattdessen solltest du dir überlegen, wo und wie genau du deine einzelnen Brandingfarben einsetzen möchtest, damit du dich professionell und authentisch präsentierst. Wenn du erst einmal das passende Konzept für dein Unternehmen gefunden hast, bleibe auch dabei und vermeide den ständigen Wechsel.

 

 

5)    Du änderst deine Farben regelmäßig

 

Grün ist nicht gleich Grün. Es gibt bei jeder Farbfamilie tausende unterschiedliche Farbtöne. Du solltest deine Brandingfarbe also nicht nur als Farbfamilie definieren, sondern den genauen Farbton und Farbcode und dann diesen ÜBERALL verwenden!

 

Mir graut auch schon fast, wenn ich daran denke, dass in der Vorweihnachtszeit (die ich eigentlich sehr gerne mag) alles und wirklich fast jeder Social Media-Account sich plötzlich in grün und rot präsentiert – und ich frage mich jedes Jahr wieder: Warum?

 

Die saisonal angepassten Farben geben dir nämlich keinen Vorteil. Egal ob Weihnachten, Ostern, Valentinstag oder Sommerbeginn – es gibt zahlreiche andere und wesentlich effektivere Wege, diese Themen grafisch aufzugreifen und dennoch deinem eigenen Branding treu zu bleiben. Dafür musst du deine Farben nicht ständig ändern und verlierst somit auch nicht den wertvollen Wiedererkennungswert.

 

Außerdem: Bitte ändere deine Farbwahl nicht alle paar Monate, nur weil sie dir selbst vielleicht schon langweilig vorkommt. Im Gegenteil: Branding beginnt eigentlich erst dann zu wirken, wenn es dir selbst schon langweilig wird. Denn genau dann beginnt es sich bei anderen erst einzuprägen. Ein Rebranding ist heikel und sollte immer mit Bedacht vorgenommen werden.

 

 

6)    Du hast deine Farben seit Jahren nicht mehr angepasst, obwohl du dich weiterentwickelt hast

Wo wir gerade beim Rebranding sind: Ja, es ist eine heikle Angelegenheit, aber keine unmögliche oder gar verbotene. Ich selbst habe nach vier Jahren Selbständigkeit ein komplettes Rebranding (inkl. Firmennamen) gemacht – und es hat super funktioniert.

 

Du entwickelst dich als Selbständige weiter. Du lernst dazu, egal ob innerhalb deines Bereichs, oder nicht. Aber du wächst. Und somit kann es auch passieren, dass du aus deinen Farben irgendwann einmal herauswächst. Wenn das der Fall ist, darfst du nicht vor einem Rebranding zurückschrecken, man muss es nur gezielt, professionell und mit einem guten Konzept umsetzen.

 

 

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Habe ich dich ertappt? Machst du einen oder gar mehrere dieser Fehler? Oder bist du überhaupt noch auf der Suche nach den passenden Brandingfarben? In meinem Online-Kurs Colour Your Business kannst du dir in vier Wochen unter professioneller Leitung deine persönlichen Farben erarbeiten.

 

Es ist deine Möglichkeit, kompetent und authentisch aufzutreten und dir keine wertvollen Chancen mehr zu verspielen.

 

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